Freitag, 22. Juli 2011

der weg ist schwer, keiner ist ihn vorgegangen.

stille. ein wassertropfen fällt vom fensterbrett neben mir auf den boden. es hat geregnet. platsch. er landet.
alles ist wie immer. regen. stille. frieden. einzelne tropfen, die auf dem bürgersteig landen. ich daneben. schwelge in gedanken. denke nur an die eine. die wichtigste frau in meinem leben. wichtig und hilfreich. sie war schon immer meine größte hilfe. wieder ein tropfen der fällt. wieder eine erinnerung an sie. diesmal aus der kindheit. ein träne fällt auf den boden. schritte von vorübergehenden menschen. die straße sonst verlassen. einsamkeit. keine freude. nur noch trauer im herzen. ich stehe auf. ich laufe die straße gen westen entlang. der untergehenden sonne entgegen. wie so oft. aber es ist anders. anders als sonst. der weg ist lang. der weg ist schwer, keiner ist ihn vorgegangen. denn der weg ist anders. anders als sonst. zwei skater fahren an mir vorbei. meine kindheit saust an mir vorbei. die wolken ziehen vorbei. ich ringe mit meinem schweinehund. ich stehe vor der brücke. springen oder nicht? da spüre ich etwas. eine hand. eine hand auf dem rücken. sie packt mein t-shirt. reißt mich zurück. nimmt mich in die arme. meine schuter wird nass. ich trete einen schritt zurück. schaue wer mich zurückgehalten hat. sehe sie. lächle. weine vor freude. nehme sie in den arm. sehe meinen vater im auto warten. er schaut mich an. tränen in den augen. ein lächeln im gesicht. ich steige ein. wir fahren los. los gen westen. der untergehenden sonne entgegen. sie ist da. alles ist gut.
mama. ich liebe dich.

▲ waeschekorb

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